Gregor Meyle- „Das Beste kommt noch“

Beim Auftritt in der Event- und Kulturscheune in Dagobertshausen war das Beste definitiv schon da.

„Einfach nur Yeah“ rief eine Frau ihrer Freundin zu. Die beiden trafen sich nach einem gut 2,5stündigen Konzert vor der pittoresken Fassade der Event- und Kulturscheune in Dagobertshausen wieder. Als hochkarätiger Act hatte an diesem Abend Gregor Meyle mitsamt fulminanter 10-köpfiger Band das Publikum begeisterteren. Und die gut 2,5 Stunden herzergreifende und mitreissende Musik waren wirklich zum Niederknien. Meyle und seine brillanten Musiker verstehen es aufs Beste, die richtige Gratwanderung zwischen ganz viel Gefühl und energetischer Stimmung zu vereinen. Eine Stimmung, die bis zu letzten verklungenen Note die rund 400 Besucher einhüllte wie eine weiche Bettdecke in einem Himmelbett auf grüner Frühlingswiese. Zum eine tragen die emotionalen Texte rund um Leben, Lieben, Sehnsucht und seelenvollem Dasein dazu bei, dass man sich sofort verzaubert fühlt. Zum anderen ist es aber auch die Musik, die mal druckvoll- mitreissend, mal leise und tief berührend in jeder Konzertminute begleitet. Meyle hat mittlerweile einen großen Pool der unterschiedlichsten Künstler um sich geschart, die allesamt ihr musikalisches Handwerk bestens beherrschen. In Kombination ein alles beherrschendes Klangkonfetti, das sicherlich auch große Hallen bis in den letzten Winkel füllen könnte. Jedoch war es am Mittwochabend auch der ganz besondere, intime Rahmen der wunderschönen Location, der zur fast heimeligen Stimmung voller Wohlgefühl und Klangzauber beigetragen hat. Sanftes Licht von den Kronleuchtern mischte sich mit buntem Bühnenlicht, welches die Szenerie in in immer wieder andere Farbstimmungen tauchte, die jede für sich die Emotionalität der Songs noch einmal untermalten. Und die Bandbreite der über 20 Lieder war kaum einschätzbar. Sanfte Töne, wechselten mit kraftvollen Beats, zu denen auch getanzt werden konnte. Einflüsse von Hiphop, Irischer Volksmusik und diversesten Musikstilen verwoben sich zu einem gelungenen Klangteppich, der scheinbar ganz exakt bis in die letze Ecke der Eventscheune ausgerollt werden konnte. Bis dort hin ging nämlich die Stimmung der angeregten Zuschauer, deren Abend nur noch durch ein Bad in der Menge getoppt werden konnte. Beim letzten Lied nämlich bahnten sich die Musiker einen Weg von der Bühne, gesellten sich mitten unter das Publikum, um dann leise und einfühlsam jenen ganz besonderes magischen Moment zu erzeugten, der nur ganz selten am Ende eines Konzertes erfahrbar wird. Dieser Moment, wenn das Publikum die Smartphones in die Tasche gesteckt hat, Schulter an Schulter nebeneinander steht und sich einfach nur in die Musik hineinfallen lässt. Einfach nur Yeah!