Mekong Delta- Lebensader des Südens

Nach langer Fahrt von Saigon erreichen wir das Schiff am Mekong River am Mittag. Ein prachtvoller Reisfrachter, den man mit seinen kleinen gemütlichen Kabinen und dem herzigem Personal sofort in Herz schließt. Kurz nach der Ankunft legt er ab, tuckert gemütlich zwischen Fischerbooten und treibendem Flussgut in Richtung Cai Be den machtvollen Fluss hinab. Mal schmal wie ein Flüsschen, mal breit wie das Meer, die neunarmige Lebensader des Mekong Delta versprüht Energie und Gelassenheit. Am Ufer Werften und Verladestationen, inmitten von Palmen und undurchdringlichem Dickicht. So dicht, dass niemand erahnt, welches Leben sich zwischen dem fruchtbaren Land jenseits der Ufergrenze wohl abspielen mag. Beim Landgang nun Einblick in das Leben der Menschen, erd- und naturverbunden, unabhängig und frei. In Traditionen und Glauben verhaftet, um das Gute der Welt zu bewahren. Mit Ländereien, Reisfeldern und Gärten ist hier für den Alltag gesorgt. Jackfrüchte, Milkfruit und zahlreiche Beeren wachsen in unendlicher Dichte in kurze Zeit nach und sichern den Handel, der uns nach einer gemütlichen Nacht in der Koje des Bootes erwartet. Nach einem Frühstück mit Pho geht es auf einem Sampam durch die Wasserstraßen des Deltas. Weiter dann zum schwimmenden Markt von Cai Be, der mitten auf dem Wasser die prachtvollen Früchte des Deltas bereithält. Eine Radtour durch den regen Verkehr und schon geht es weiter per Bus oder Fähre, über Brücken und Pisten bis nach Chau Doc. Begleitet von Straßenhändlern und dem unverkennbaren Geist dieses Landes.