Digital Overload- oder der alltägliche Rausch durch fremde Leben

Digital Overload- oder der alltägliche Rausch durch fremde Leben

Kommen wir in modernen Internetzeiten unserem Denken eigentlich noch hinterher? Können wir gute Ideen überhaupt noch aufnehmen? Freunden wirklich zuhören? Inspirationen wirklich zur Inspiration nutzen? Oder taumeln wir nur noch planlos von einer Zerstreuung zur nächsten? Oftmals sicher positiver Natur, dennoch so schnell an uns vorbei, dass deren Umsetzung sich sofort wieder in Luft auflöst? Andere überflüssig, verletzend und fremdbestimmend, so lange vorgegaukelt, bis wir sie als Teil unseres Lebens wahrnehmen? Haben wir wirklich Anteil am Leben von Freunden, welches aus Instagrambildern und Links besteht? Und warum gucken wir überhaupt Menschen beim leben zu, die uns im besten Falle egal, im Schlimmsten sogar verhasst sind? „Stay slow und lebe dein Leben, nicht das…

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Plastikfrei auf dem Wochenmarkt- ein Einkaufsbummel mit Bewusstsein

Unlängst fand ich in einem Supermarkt Bananen- geschält und in viel Plastikfolie wiederverpackt. Absurd, wo die Natur der gelben Krummfrucht doch schon eine praktische Umverpackung mitgegeben hat. Und auch wenn an Ostern die Fastenzeit ja offiziell endet- plastikfrei möchte ich die nächsten Wochen durchs leben gehen. Genug habe ich von Bildern verschmutzter Meere, genug, den wöchentlich anfallenden Plastikmüll zur Tonne zu tragen oder einfach der Unnötigkeit vieler Verpackungen, die einmal benutzt schon wieder im Müll landen. Und so entschließe ich mich als Einstieg für einen plastikfreien Ostereinkauf auf dem Gießener Wochenmarkt. Gründonnerstag soll es grüne Soße geben, Karfreitag natürlich Fisch. Ein bisschen Gemüse und Obst- Brot, Käse und Wurst fürs…

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E wie Edersee- inmitten der grünen Ödnis

Sommergedanken an den Edersee- ein kühlender Sprung ist Wasser, Segeln oder den Surfern beim Wellenreiten zuschauen. Gedanken aus Kindertagen. In diesen Sommern muss man dafür schon recht weit Richtung Staumauer fahren. Denn durch das jährliche Ablassen des Wassers zugunsten der Oberweser muss man das kühle Nass manchmal ganz schön lange suchen. Aber wo was wegfließt, taucht ja bekanntlich auch immer was auf und so findet man in den Sommermonaten zwar im Westen oft kein Wasser, dafür taucht eine ganze Brücke inmitten des Seebeckens auf. Beim Bau des Stausees mussten nämlich die Bewohner der damals entlang der Eder liegenden Dörfer Asel, Berich und Bringhausen ihre Höfe und Häuser verlassen. Diese wurden…

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Auf dem Strohmeyerpfad durch die Vogesen

Schlucht ist irgendwie ein merkwürdiger Ort. Ein Ort, der verlassen und zugleich bewohnt scheint. Der seine hohe Zeit schon ein paar Tage hinter sich hat, aber doch rege atmet, um am Leben zu bleiben. Ein Overt- Schild blinkt an der Bar am Ortseingang, auf der gegenüberliegenden Straßenseite bröckelt ein geschlossenes Hotel dahin. Ein stolzer Bau erzählt von anderen Zeiten. Zeiten, in denen Schlucht wohl noch mehr Glamour des entlegeneren Örtchens tief in den Vogesen anhaftete. Wer sich jedoch trotzdem dort hoch wagt, kann eine Wanderung erleben, die er so schnell nicht wieder vergessen wird. Der „Sentier des Roches“, auch Strohmeyerpfad nach dessen Begründer Oberförster Heinrich Strohmeyer benannt, ist ein exponierter…

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C wie Camping

Was bringt einen dazu, mehrere Wochen im Jahr auf 3,5 Quadratmetern zu leben? Bei Wind und Wetter, Klo wenn vorhanden, mindestens 100 Meter entfernt, zwei Gasflammen, eine Tasche mit Klamotten, Klappstühle und ein Bambustisch. „I won´t do that“ sagte einst ein Freund schaudernd, als ich ihm ein Bild meiner Neuanschaffung zeigte. Ein Miniwohnwagen von 1969, ein so genannter Weferlinger Heimstolz, der einst in der DDR von Trabbis und Wartburgs an die Ostsee gezogen wurde. Komplett aus finnischem Sperrholz gefertigt, mit einem orange- blauen Vorzelt aus schwerer Baumwolle, welches den Wohnraum nochmals um gute 1,5 Zimmer erweitert. Nicht ganz wasserdicht, aber dicht genug, um auch bei Regen ein gutes Essen mit…

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Natur- Campingplatz Weiherhof am Titisee

 Titisee und Schwarzwald- werd denkt da nicht an die putzigen Bollenhüte, Kuckucksuhren und natürlich die bekannte Schwarzwaldklinik im Glottertal. Dass es dort aber auch einfach nur entspannt zugehen kann, zeigt eine Woche am ziemlich naturbelasseneren, weitestgehend unverbauten Titisee. Besonders für Wasserliebhaber, die mit Schlauchboot oder Stand- Up- Board unterwegs sind, bietet der smaragdgrüne See genau das richtige. Wer dann noch mit Camping- Bus, Zelt oder Wohnwagen unterwegs ist, der entgeht zudem noch dem ziemlich touristischen Ferienort an der Stirnseite des Sees. Zwar lockert das possierliche Dörfchen von Weitem die Szenerie durch Riesenrad und Schwarzwaldhäusschen optisch perfekt auf, mittendrin ist es aber recht gruselig. Touristenschwärme pendeln von einem Souvenirshop zum nächsten,…

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Josef und Resi- ein Traumpaar jenseits des Titisees

Josef und Resi sind auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, Er ruhig und tief unter seinem Schnauzbart freundlich brummend wie ein Teddybär. Sie stotternd laut, und auch ein bisschen launisch und nervös. Gemeinsam haben die beiden schon einiges erlebt. Zusammen haben sie in gemütlichem Tempo den Bodensee umrundet, haben Schwarzwaldhügel erklommen und sonnige Tage am gemütlichen Titisee unter knorrigen Bäumen verbracht. 25 Jahre kennen sich die beiden nun, eine ganz besondere Verbindung, die von Abenteuern gefestigt wurde. Josef hat Resi damals in einem etwas desolaten Zustand für 900 D-Mark erstanden und sie liebevoll aufgebaut. Bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Resi um einen Traktor Baujahr 1961 handelt, der…

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Panoramaweg Laubach

Die 9 Kilometer lange, schöne Tour rund um „Das Tor zum Vogelsberg“ führt auf Feldwegen und schmalen, romantischen Waldpfaden durch herrliche Landschaft zu schönen Ausblicken. Das Wegzeichen des Panoramaweges ist ein schwarzes P auf gelben Grund. Vom Parkplatz „Am Hellenberg“ geht es auf dem schmalen Weg an der Theodor-Heuss Schule und am Schützenhaus vorbei, bald in den „Schmelzweg“ rechts hinauf. Das war dann auch schon der größte Anstieg der Wanderung und oben geht es auf dem Feldweg links enlang. Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick auf Laubach mit seinem Schloß, welches ganz wie vom Wald eingeschlossen ausschaut. An der folgenden Gabelung nach rechts durch’s Feld und beim nächsten…

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Konsumfasten 4- Von der Einfachheit des Seins

Irgendwie gefällt mir grade der Begriff „Konsumfasten“ nicht mehr. Enthaltsamkeit, Verzicht und Verbote sind für mich eng mit Fasten verknüpft, Begriffe, die mir eher negative Assoziationen malen. Aber richtig negativ fühlt sich in meiner nun dreiwöchigen Konsumfastenphase nichts an. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, als hätte ich mehr Freiheit gewonnen. Freiheit, die ich im vergangenen Jahr schon einmal in dieser Form verspürt habe. In dieser Zeit war ich für vier Wochen in Vietnam unterwegs, nur mit dem Nötigsten ausgestattet, 8,6 Kilo zeigte die Kofferwaage am Flughafen bei Abflug an. Ein paar Kleidungsstücke für verschiedene Wetterbedingungen, Hygieneartikel, Visum und Reisepass und ein Notizbuch, mehr war für die vier Wochen in…

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